Frankreich

Sachliche Übersicht zur Firmengründung in Frankreich: SAS ab 1 €, Körperschaftsteuer 25 % (15 % für KMU), CIR-Forschungsgutschrift, JEI, Ablauf über den Guichet unique. Stand 2026.

Frankreich hat sich zu einem der dynamischsten Startup-Standorte Europas entwickelt. Die SAS gilt als besonders gründer- und investorenfreundlich; Förderungen wie CIR und JEI sind großzügig, die Sozialabgaben jedoch hoch. Rechtsstand: 2026, Angaben ohne Gewähr.

Rechtsformen

RechtsformMindestkapitalHaftungTypische Nutzung
SAS / SASU (Einpersonen)1 €beschränktStartups, VC-Finanzierung
SARL / EURL1 €beschränktKMU, Familienbetriebe
SA37.000 €beschränktGroße/kapitalmarktnahe Firmen
Micro-entreprisekeinesunbeschränktEinzel-/Kleinsttätigkeit

Ablauf

  1. Rechtsform (meist SAS) & Satzung
  2. Kapitaleinzahlung + Veröffentlichung
  3. Online-Registrierung über den Guichet unique (INPI), Eintragung ins RCS
  4. SIREN/SIRET + Steuer-/USt-Registrierung
  5. Geschäftskonto
  6. ggf. CIR/JEI

Dauer 3–7 Tage.

Kosten

Gründung inkl. Registrierung/Veröffentlichung ~500–3.400 €.

Steuern

SachverhaltSatz
Impôt sur les Sociétés (Standard)25 %
Ermäßigt (KMU, erste 42.500 € Gewinn)15 %
CIR (Forschungsgutschrift)30 % der F&E-Ausgaben
Arbeitgeber-Sozialabgaben~40–45 % des Bruttolohns

JEI (Jeune Entreprise Innovante): zusätzliche Entlastungen für forschungsintensive Jungunternehmen.

Standort in Zahlen

KennzahlWert
Startup-Standort Europa4.-größter (Paris #8 weltweit)
Station F (Paris)größter Startup-Campus der Welt
CIR-Gutschrift30 % der F&E-Kosten
StärkefelderAI (Mistral), DeepTech, Mobility, CleanTech

Aktuelle Entwicklungen

Zentrale Gründung über den Guichet unique (INPI) verpflichtend seit 2023; IS bei 25 %; anhaltend starke French-Tech-Dynamik und staatliche Förderung (Bpifrance).

Häufige Fragen

Warum SAS?
Kein Mindestkapital, flexible Anteilsklassen, ideal für Investoren.

Wie hoch ist die Körperschaftsteuer?
25 %, ermäßigt 15 % auf die ersten 42.500 € (KMU).

Was ist der CIR?
30 % Steuergutschrift auf Forschungsausgaben.

Größter Nachteil?
Hohe Arbeitgeber-Sozialabgaben (~40–45 %).

Quellen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte erteilen die zuständigen Behörden des jeweiligen Landes sowie dort zugelassene Anwält:innen, Notar:innen und Steuerberater:innen. Für die steuerlichen Folgen eines Wegzugs aus Deutschland oder Österreich sind dort zugelassene Steuerberater:innen zuständig. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: Juli 2026.